Erfahrungsbericht
der 13. internationalen Zahntechniker Lehrlingstage
in
Frankfurt am Main
vom 22.
– 24.09. 2008
Der Empfang des
Organisationskomitees der Bergiusschule erfolgte sofort nach der Ankunft in
unserer Unterkunft „Haus Der Jugend“. Sogleich erhielt jeder
Teilnehmer eine speziell für ihn gestaltete Mappe. Sie enthielt Anweisungen
zu dem gesamten Ablauf des Aufenthaltes in Frankfurt.
Hier hörten wir einen
Vortrag über das wichtige Zusammenspiel zwischen dem Zahntechniker und dem
Zahnarzt, welche die Grundlage für die Qualität des Zahnersatzes sein sollte.
Anschließend folgte ein
kurzer Beitrag zur Kieferorthopädischen Zahntechnik und hinterher erhielten wir
Aufschluss über die Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Berufsausbildung an
der Fachhochschule Osnabrück und Hamm, die ein Studium der Dentaltechnologie
anbieten.
Ich besuchte als erstes
den Kurs zur „Individuellen Frontzahnaufstellung“:
Nach einem kleinen
fachlichen Einstieg des Kursleiters über Zahnmorphologie, Struktur und
Gingivagestaltung durften wir auch gleich selbst Hand anlegen. Jeder fand einen
Wachsblock, sowie eine Zahngarnitur auf seinem Platz vor und sollte eben Erlerntes
in die Praxis umsetzen.
Die zwei Stunden vergingen,
wie im Fluge und es stand schon der nächste Workshop an:
Hier erhielten die
Teilnehmer zahlreiche Informationen über ein Implantatsystem.
Es wurden kurz die
Grundlagen des Implantates erläutert; nämlich, dass die künstliche Zahnwurzel
aus Titan besteht, röntgenopak ist und eine hohe Biokompabilität besitzt.
Besonders gut wurde das
Setzen eines Implantates im Mund anhand eines Filmes gezeigt, sowie die gesamte
Versorgung mittels Phantommodellen und Diagrammen.
Auch der letzte
Workshoptag bot ein umfangreiches Kursprogramm an:
Der erste Kurs handelte
über das aktuelle CAD CAM System zum maschinellen erstellen von Kronen, Brücken
oder Gerüsten am Computer. Es wurde die „Outdoor
Technologie“ vorgestellt, bei der die am Rechner konstruierten Daten an ein Fräszetrum
gesendet werden und dann per Post das gewünschte Produkt geliefert wird.
Hierfür wird z.B. ein in
Spezialgips angefertigter Stumpf in den Streifenlichtscanner gesetzt, womit
mehrere Bilder erstellt werden, die dann zu einem zusammengefügt werden. Dieses Scannerbild bietet,
dann die Grundlage für beispielsweise ein Zirkonoxidgerüst, welches am Rechner
Schritt für Schritt erstellt wird. Aus verschiedensten
Materialen lässt sich somit festsitzender Zahnersatz herstellen.
Gleichzeitig wird auf der
anderen Seite in einen Zirkonoxidrohling mit einer 25%igen Vergrößerung das Ertastete gefräst. Danach wird der Rohling
wie gewohnt gesintert und mit Keramik verblendet.
Jeder Lehrling durfte sich
ein eigenes Programm aussuchen, von der Besichtigung des Naturkundemuseums bis
hin zum Stadtrundgang wurde alles angeboten.
Danach wurde als
Abschiedsveranstaltung für alle Teilnehmer eine Besichtigung des Kloster
Eberbachs sowie eine Wanderung durch das Weingebiete des Rheingaus ermöglicht.